Cannabis- und Drogenkonsum

Cannabis- und Drogenkonsum, ein Thema das unter Jugendlichen unserer Generation häufig auftritt. Daraus folgt auch für uns als JU Börde und für die Politik im Allgemeinen eine Beschäftigung mit dieser Thematik. Der Landtag Sachsen-Anhalt beriet am 28.01.2015, auf Antrag der Partei „Die Linke“, ob Cannabis legalisiert werden sollte. Um es vorweg zu nehmen: Die Regierungskoalition aus CDU und SPD hat dies abgelehnt. Aus unserer Sicht muss im Speziellen eine differenziertere Betrachtung des Themas Cannabis und die Wirkung von THC erfolgen. 1. Cannabisgebrauch und -missbrauch als Droge 2. Cannabis als medizinisches Produkt 3. Cannabis als Schwarzmarktprodukt Im Drogen- und Suchtbericht 2013 wurde festgestellt, dass Jugendliche und junge Erwachsene häufiger zur Tüte und damit zur Droge Cannabis greifen als ältere. 25% der 18 – 64 Jährigen gaben an schon einmal Cannabis (als Droge) probiert zu haben. Eins ist also klar, Cannabis ist beinahe allgegenwärtig, fast jeder kennt es und ein großer Teil der Gesellschaft ist schon damit in Berührung gekommen. Sogenannte „weiche Drogen“ wie Tabak/Nikotin und Alkohol sind in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert und gehören in vielen Situationen wie selbstverständlich dazu. Die Droge Cannabis ist vielleicht noch nicht so wie Alkohol oder Nikotin etabliert und akzeptiert, aber sie ist sicherlich schon ein Teil der Jugend- und Feierkultur einer jüngeren Generation. Eine generelle Legalisierung ohne tiefgreifendes Konzept lehnen wir als JU Börde jedoch strikt ab – für die Zukunft müssen sich jedoch JU und CDU verstärkt mit dieser Thematik beschäftigen. Anders als Cannabis sind die „Harten Drogen“ immer noch Randerscheinungen unserer Gesellschaft. Damit es dabei bleibt bzw. um den Konsum sogar zurückzudrängen, fordern wir, dass grade im Bereich Drogenkonsum und dessen Folgen viel stärker aufgeklärt wird. Auch Aktionen wie „Bunt statt Blau!“ gegen Koma-Saufen könnten und sollten stärker in die Öffentlichkeit rücken und durch den Bereich Droge erweitert werden. Zudem muss der Fokus darauf gelegt werden die „Harten Drogen“ stärker von den Bürgern und auch den Jugendlichen fernzuhalten. Eine Legalisierung für medizinische Zwecke sollte zeitnah geprüft und zum Inhalt der Debatte gemacht werden. In diversen Untersuchungen von namenhaften Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen wurde u.a. die heilsame Wirkung bei Krebs, ADHS, Rheuma und weiteren Krankheiten festgestellt. Es gibt eine ganze Reihe von wirksamen Medikamenten, die die o.g. Krankheiten und deren Ursachen sowie Symptome lindern. Etwaige Konkurrenzprodukte können mitunter besser sein und sind wohlmöglich aber sehr preisintensiv. Ein anderer Aspekt ist der gigantische Schwarzmarkt der mit dem anwachsenden Konsum entstanden ist. Erst vor kurzem wurde eine illegale CannabisPlantage im Landkreis Börde durch die Polizei entdeckt. Eine Parallelwirtschaft ist entstanden, die frei von Steuern und staatlicher Reglementierung existiert. Ähnliche Entwicklungen konnten auch in den USA festgestellt werden. Nach der Legalisierung von Cannabis brachte der legale Verkauf von Cannabis Steuereinnahmen in Milliardenhöhe. Eine weitergreifenden Liberalisierung der Haltung zu Cannabis, wie beispielsweise in den USA, lehnen wir ohne griffiges Konzept zu Produktions- und Verarbeitungsverfahren, Distributionsabläufen, Abgabemengen p.P., Abgabeverbote, Besteuerung, Kontrollenund Ahndungen bei Missbrauch, uvm. ab. Im Fall der Legalisierung ist es empfehlenswert, die zusätzlich erhobenen Steuermittel für die Suchtprävention einzusetzen. Harte und weiche Drogen sind immer wieder ein Thema bei der Generation JU. Die Politik sollte sich daher auch weiter intensiv mit dieser Thematik auseinander setzten.

 

Zukünftige Events

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Soziale Netzwerke
Besuchen Sie uns auch auf